Praktische Ausbildung

Zeitlicher Umfang
Die Praktische Ausbildung umfasst 600 Behandlungsstunden (Therapie unter Supervision).

Inhalt
Die Praktische Ausbildung beginnt nach bestandener Zwischenprüfung und erfolgt ab diesem Zeitpunkt kontinuierlich während des restlichen Ausbildungszeitraums, d.h. dass die AusbildungsteilnehmerInnen dann unter engmaschiger Supervision (s.u.) Behandlungen durchführen. Nach Absprache und unter bestimmten Bedingungen können ca. 100 Behandlungsstunden bereits im ersten Ausbildungsjahr im Rahmen der Praktischen Tätigkeit durchgeführt werden.
Während der Praktischen Ausbildung erstellen die AusbildungsteilnehmerInnen mind. sechs große anonymisierte schriftliche Falldarstellungen über die selbst durchgeführten Patientenbehandlungen, die unter Supervision stattgefunden haben. Zwei der Falldarstellungen werden später als Prüfungsfälle in der staatlichen Abschlussprüfung behandelt. 
 
Ort
In der Regel findet die Praktische Ausbildung in der Psychotherapeutischen Ambulanz des Bielefelder Instituts für Psychologische Psychotherapieausbildung statt. Nach Absprache und vorheriger Genehmigung durch das BIPP können Doktorand/inn/en der Arbeitseinheit Klinische Psychologie der Universität Bielefeld diese auch in Teilen in der Hochschulambulanz für Forschung und Lehre der Universität Bielefeld ableisten.


(Die Praktische Ausbildung unter) Supervision
Die Patientenbehandlung in der Praktischen Ausbildung wird durch eine kontinuierliche Supervision begleitet, die zu einem großen Teil in Kleingruppen von maximal 4 Personen durchgeführt wird. Die Supervision umfasst nach §4 der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Psychologische Psychotherapeuten (PsychTh-APrV) insgesamt mind. 150 Stunden, wobei mind. 50 davon Einzelsupervisionsstunden darstellen.
Die Supervision erfolgt durch SupervisorInnen, die vom BIPP und dem Landesprüfungsamt nach den Richtlinien des Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) anerkannt wurden. 
Unser Supervisionskonzept sieht vor, dass die oben beschriebene Praktische Ausbildung durch eine kontinuierliche Supervision so begleitet wird, dass in regelmäßigen Abständen eine Gruppensupervision stattfindet, während die Einzelsupervisionstermine mit den jeweiligen SupervisorInnen individuell abgesprochen werden.
 
Kollegiale Supervision
Um die während der Supervision mit einem Supervisor behandelten Inhalte und Themen über die gesamte Ausbildung weiterzuführen und um diese auch zwischen den Supervisionen in der Therapie und bei der persönlichen Entwicklung der Therapeutinnen und Therapeuten weiter zu verfolgen und zu vertiefen – um so maximale und kontinuierliche Lerneffekte zu gewährleisten -, soll die Praktische Ausbildung durch regelmäßige Kollegiale Supervision vertieft werden. Die Kollegiale Supervision ergänzt die „Fachsupervision“, indem sich zwei AusbildungsteilnehmerInnen zusammenschließen und zu einem festen Termin ihre Anliegen besprechen und die in der Gruppen- wie auch Einzelsupervision besprochenen Themen und Inhalte aufgreifen und diese über die dreijährige Ausbildung weiter verfolgen.
 
Weitere Informationen zur Praktischen Ausbildung können Sie auch unserer Broschüre entnehmen.